Nicht auf Bund und Land warten

Stadt plant Aktionsprogramm für Schulen

Die Stadt will die mehr als 50 Schulstandorte in Oldenburg noch vor den Sommerferien kurzfristig mit einem Aktionsprogramm unterstützen. Darüber hat der Verwaltungsausschuss am 14. Juni 2021 entschieden. Es hat einen Umfang von 150.000 Euro. Das Budget steht den Schulen für individuelle Lernförderung und schulinterne Aktivitäten zur Stärkung der Gemeinschaft sowie gruppenpädagogische Angebote zur Verfügung.

Wohin sollen die Gelder fließen?

Davon gehen 50.000 Euro in das bereits entwickelte Programm „OldenburgerLernWelten“. Das Programm unterstützt Schülerinnen und Schüler dabei, verpassten Lernstoff aufzuholen. 100.000 Euro gehen direkt an die allgemeinbildenden Schulen in Trägerschaft der Stadt Oldenburg. Die Verteilung richtet sich zu 50 Prozent nach Anzahl der Schülerinnen und Schüler. Eine soziale Komponente gibt es aber auch, denn ebenfalls 50 Prozent der Summe werden über den Anteil der Berechtigten im Bildungs- und Teilhabepaket ausgeschüttet.

Mit dem Geld sollen nach der durch die Coronafolgen sehr schwierigen Unterrichtsphase der vergangenen Monate Aktivitäten zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls in den Klassen gefördert werden.

Schnelle und unbürokratische Hilfe

„Persönliche Treffen sind jetzt ganz besonders wichtig, Schülerinnen und Schüler wollen und möchten sich wieder sehen“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Die angekündigten Förderprogramme von Bund und Land werden noch einige Zeit auf sich warten lassen. Deshalb wollen wir jetzt schnell und unbürokratisch helfen. Die Schulen sollen unbürokratisch selbst über die Verwendung der Mittel entscheiden können. Eine Förderrichtlinie oder andere bürokratische Hemmnisse sind nicht vorgesehen. Die Schulen wissen selbst am besten, welche ihrer Schülerinnen und Schüler jetzt welche Unterstützung benötigen.“